Gebetskreis "Dein Reich komme"
Nov
Bei unserer Jahresversammlung am 28. Oktober 2027 haben wir Hanna Backhaus nach 4 Jahren aus dem Ältestenamt der Gemeinde verabschiedet. Wir danken ihr an dieser Stelle für ihren wertvollen Dienst für unsere Gemeinde. Auch Maren Zajutro haben wir als Diakonin aus ihrem Amt verabschiedet und danken auch ihr für ihren Dienst in der Gemeinde. Beide wertvolle Menschen – Hanna und Maren – bleiben Teil der Gemeinde und auch aktiv als Mitglied.
Und wir mussten uns bei der Gemeindeversammlung auch von Lisa Thiele als Gemeindereferentin verabschieden, die nun eine neue Stelle an der Nordsee antritt. Auch Lisa danken wir für ihre kurze, aber sehr intensive und unterstützende Zeit bei uns.
Zu dieser Versammlung war vorgesehen, die Ältestenämter in der Gemeinde neu zu besetzten. Die Situation auf dem „Ehrenamtsmarkt“ ist jedoch angespannt. Wir hatten viele Vorschläge für geeignete Geschwister für dieses wichtige Amt. Aber alle vorgeschlagenen Personen standen – aus verschiedenen Gründen – aktuell nicht für ein Wahlamt zur Verfügung. Auch in der Gemeinde spüren wir, dass viele Menschen durch berufliche, familiäre oder gesundheitliche Einflüsse, angespannt bis überlastet sind. In solchen Zeiten dann eine Zusage zu geben, verbindlich und auf Zeit ein Amt anzutreten, fällt vielen schwer.
Wir hatten uns daher im Vorfeld der Versammlung mit den für das Ältestenamt vorgeschlagen Geschwistern, den Hauskreisleitungen und der Gemeindeleitung zu einem Gebets- und Gesprächsabend getroffen und dort einen Vorschlag erarbeitet, den wir am 28.10. der Gemeinde als Wunsch vorgelegt haben. Dieser wurde ohne Gegenstimmen in der Versammlung bestätigt und sieht wie folgt aus:
Die Gemeindeleitung spricht – vorrangig aus dem Kreis der für das Ältestenamt vorgeschlagenen Personen – solche an, die sie für einen der drei wichtigen Schwerpunkte eines Ältestenamtes begabt sieht. Diese sind:
· Geistliche Leitung und Weiterentwicklung der Gemeinde
· Predigtorganisation („roter Faden“ durch das Jahr)
· Seelsorge
Für jeden Bereich wird eine kleine Gruppe aus Personen gebildet, die dazu bereit sind, in der Gruppe mitzuarbeiten. Dort sind Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt, gleichzeitig ist es kein verbindliches Amt, welches in der Gemeindeversammlung beschlossen werden muss. D.h. ein Ausstieg ist – zum Beispiel bei Überlastung – temporär oder dauerhaft jederzeit möglich. Die Männer und Frauen in den drei Gruppen nehmen nicht an den regelmäßigen Gemeindeleitungssitzungen teil. Auch dies entlastet. Die Gruppen finden ihre Form der Zusammenarbeit im Kleinen selber. Zwischen den Gruppen und der Gemeindeleitung wird ein Austausch vereinbart, der durch persönliche Gespräche, E-Mail oder auch vereinzelte Teilnahme an den Leitungssitzung aufrechterhalten wird.
Wir möchten so mindestens das kommende Jahr nutzen, um zu schauen, ob diese neue Form der Ältestenarbeit eine gute Alternative ist oder – wenn das nicht greift – zu Ende 2027 dann die Ältestenämter nach der klassischen Weise besetzen.
Gemeinde ist immer in Bewegung. Euphorie aus Gründungszeiten vor 30 Jahren kann nicht auf Dauer aufrechterhalten werden. Gleichzeitig heißt dies nicht, dass immer nur Neues geschaffen werden muss, um wieder euphorisch zu werden. Gemeinde muss aber lebendig bleiben und den Heiligen Geist in ihrer Mitte spüren. Dies ist Auftrag an alle Mitglieder und Besucher, aber auch eine besondere Verantwortung für die Gemeindeleitung und die Teams der Ältestengruppen. Es ist aber deutlich, dass Leitung mehr ist als eine geistliche Führung der Gemeinde. Viele Dinge in einem Verein und erst recht mit so einem schönen Haus, bedürfen viel Betreuung, Organisation, Planung. Dies ist eine große Verantwortung, die die Gemeindeleitung (Vereinsvorstand und Diakone) hat.
Das Gute, bei all diesen komplizierten Themen ist, dass wir dabei eine lebendige Gemeinschaft bleiben. Ein bisschen wie Familie – mit Umarmung, Diskussion, Vertrauen, Misstrauen, Spaß und auch mal Ärger. Vor allem aber mit einer großen Liebe zueinander und gemeinsam einer großen Liebe zu Jesus.